Die Geschichte des Teddybären.

Die Menschen scheinen schon seit Jahrzehnten an Bären interessiert zu sein. Bären aller Sorten erschienen in grieschichen Mythen, indischen Geschichten, germanischen Sagen, Märchen oder Geschichten der Urmenschen. Bären wurden immer für ihren Mut, ihre Intelligenz und Fürsorgeinstinkt gegenüber ihren Kleinen bewundert. Die Kleinen erregen auch unsere, menschliche Fürsorgegefühl. Gerade der Fakt hat dazu geführt, dass der kleine Bär unser liebstes Spielzeug geworden ist.

Wie ist dazu gekommen?

Die Geschichte mit Bären hat gleichzeitig in Deutschland und in den Vereinigten Staaten angefangen. Deswegen kann man schwer sagen, wer hier der Erfinder des Spielzeuges war. Fangen wir in Amerika an.
Im November 1902 wurde dem Präsidenten Theodore Roosvelt zu Ehren einen Bärenjagd organisiert, da Roosvelt leidenschaftlicher Jäger war. Der Jagd verlief aber erfolglos, da sich kein Bär blicken ließ. Die Treiber konnten noch einen jungen Bären aufspüren und banden ihn mit einem Strick an einem Baum fest, damit Roosvelt ihn erschießen konnte. Doch der Präsident weigerte sich zum Glück auf diese unsportliche Weise den Bären zu erlegen. Am 16 November erschien in der Washington Post eine Karikatur, die den Präsidenten mit dem am Baum festgemachten kleinen Bärchen zeigte. Diese Zeichnung hat zur Geburt des berühmten Teddybären beigetragen.
Clifford Barrzman, der Author der Karikatur hatte sicherlich nicht gedacht, dass er damit so einen Mythos geschaffen hat. Frau Rose, die ein kleines Geschäft in Brooklyn besaß, nähte, durch die Zeitung inspieriert, einen kleinen Bär aus Stoff und impräsentierte ihn im Schaufenster. Der Bär wurde sofort ein Renner! Er wurde als Teddybär (in Anlehnung an den Kosennamen des Präsidenten Theodore – Teddy – Roosvelt) getauft.

In Deutschland sah die Situation anders aus. Im Jahre 1880 gründete Margarete Steiff die Firma Steiff. Die Firma stellte Plüschtiere her. 22 Jahre später entwarf ihr Neffe seinen ersten Bären.
Der junge Richard saß tagelang in Stuttgarter Zoo und skizzierte verschiedene Tiere. Vom Papier brachte er sie in die dritte Dimension. Auf der Leipziger Messe, wo sich die Firma Steiff mit ihren Produkten ausstellte, erregte ein kleiner Bär großen Enthusiasmus. Am Ende der Messetages erschien ein Mann aus den Vereinigten Staaten, der 3 000 Bären bestellte. Er hat angeblich gesehen wie die Bären den Markt in Amerika erobert hatten. Die Firma Steiff hatte im Jahre 1907 schon 974 000 Teddybären produziert.
Die Konkurenz ließ jedoch nicht lange auf sich warten. Die Produkte der Steiff GmbH wurden massenhaft kopiert. In ganz Deutschland, Groß Britannien und Frankreich entstanden immer mehr Firmen, die Bären produzierten.

Während des II Weltkrieges fiel die Teddybärenproduktion fast auf Null herab. Es fehlte an Material, an Inspiration, an Käufern und an Lust.
In den 50er und 60er Jahren wurde aufgrund japanischer Einflüsse der Teddybär zum Massenprodukt. Das hieß natürlich auch, dass der Preis und die Qualität nach unten gingen. Der Bär verlor seit diesem Zeitpunkt einige seinen wichtigen Merkmale (bewegliche Ärme und Beine, hochwertige Materialien).
In Polen ist es bis heute so. Ein Bär „made in china“ an der Tankstelle gekauft, ist eine starke Konkurrenz für die handgemachten Teddybären. Natürlich nur vom Preis her, die Menschen sehen meistens keinen Unterschied.
In den USA entstanden Anfang der 60er Jahren erst Teddybären – Clubs und –Zeitschriften. Mitte der 80er passierte dies auch in Deutschland.
Bis heute werden dort Bärenmessen organisiert, Bärenzeitschriften gelesen und neue handgemachten Bärenexemplare bewundert. Aus ganzen Herzen hoffe ich, dass es genauso in Polen sein wird.

Falls du irgendwo zu Hause, einen alten Bären hast, mit dem nur noch Bücherwürmer interessiert sind, bitte sitze sich mit mir im Kontakt. Vielleicht wird er in der Zukunft in einem Teddies-Mueseum sitzen.
 
Ich mache Bären auf Ihre Bestellung. Wenn Sie Interesse haben, kontaktieren Sie sich mit mir und beschreiben wie so ein Bär aussehen sollte! Ich mache ihn für Sie.